So kommt Dynamit in den Schuh

DIVIICE und footpower: Mit strategischer Weitsicht zum gemeinsamen Franchise-Unternehmen
Dass Werbeagenturen Ihre Kunden über Jahre begleiten, ist keine Besonderheit. Doch wann schon mündet eine solche Zusammenarbeit in eine gemeinsame Unternehmensgründung? Die Gießener Werbeagentur DIVIICE macht es vor: Sie unterstützte Ihren Kunden footpower von der ersten Anzeige an. Inzwischen ist aus dem Dienstleister ein Partner am footpower-Franchise-System geworden – Rundum-Versorgung vom Feinsten.

Die Arbeit der Agentur für den Kunden reicht bis 1996 zurück. „Zunächst fragte uns footpower, ob wir ein paar peppige Werbeanzeigen erstellen könnten“, erinnert sich Thomas Schmidt, Geschäftsführer von diviice. „Da steh' ich drauf“ – so beschrieb diviice dann die Einstellung zum footpower-Produkt: Schuheinlagen – aber eben keine gewöhnlichen.

Ein ungewöhnliches Produkt
„Sensomotorische Einlagen nach Lothar Jahrling“ – so die vollständige Bezeichnung – sehen auf den ersten Blick aus wie gewöhnliche Einlagen. Sie arbeiten aber nach einem anderen Prinzip: Die Muskel-Steuerung des Laufapparates wird durch gezielte Manipulation von Nerven und Sehnen im Fuß beeinflusst. Dadurch reguliert der Körper sich selbst und übt ein neues, richtiges Bewegungsmuster für den ganzen Bewegungsapparat ein. Damit können Schmerzen vermindert oder verhindert werden.

Sehr schnell war klar, dass es mit ein paar Anzeigen und Prospekten nicht getan ist, wenn Jahrlings Einlagen-Konzept auch jenseits einer Marathon-Distanz bekannt werden sollten. „Daher mussten wir eine unverwechselbare Marke entwickeln und aufbauen – in einem Bereich, in dem es bisher überhaupt kein Markenbewusstsein gab“, so Schmidt. Und Lothar Jahrling meint: „Wir hatten die Kompetenz für das Produkt, diviice das Know-how für die Vermarktung – so starteten wir als gutes Team.“

Kommunikation auf den Punkt
Die Agentur arbeitete sich in die komplizierte medizinische Materie ein – und machte das Produkt dann für den Endkunden fassbar: Nicht medizinische Vorteile stehen im Mittelpunkt der Kommunikation, sondern die Lebensqualität: Denn wer fühlt sich schon wohl, wenn er beim Laufen Schmerzen hat? Außerdem wurden nun die einzelnen Zielgruppen direkt angesprochen: Sportler brauchen eine andere Versorgung als Büroangestellte. Und die wiederum eine andere als Kinder.

In Gießen war footpower bereits etabliert, doch um den Rest der Welt zu erobern, brauchte es ein überregionales Vermarktungskonzept. So gründeten Thomas Schmidt und drei Partner aus der Führung von footpower 2008 gemeinsam die „footpower Service Gesellschaft“ – als Dach für regionale Franchise-Händler. Thomas Schmidt: „Es war nur konsequent, das, was wir gemeinsam aufgebaut hatten, nun in eine gemeinsame Firma münden zu lassen.“

Bereits über 60 footpower-Läden
Die Idee schlug ein: „Inzwischen gibt es schon über 60 Shop-in-Shops im deutschsprachigen Raum“, freut sich Thomas Schmidt. Jetzt expandiert das Unternehmen in kleinen Schritten auch in anderssprachige Länder.

Das Risiko der Unternehmensgründung sieht er pragmatisch: „Gerade bei außergewöhnlichen Ideen muss man eben ausgetretene Pfade verlassen. Mit guten Einlagen ist das auch einfacher“, lacht er.

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